Wie ein Raum unser Arbeiten verändert hat
Viele Konferenzräume sind heute noch so gestaltet wie vor 20 Jahren: funktional, neutral, selten inspirierend. Dabei hat sich unsere Arbeitswelt längst verändert. Kommunikation ist flexibler geworden, der Bedarf an Austausch- und Rückzugsorten gewachsen. Räume müssen heute mehr können – sie sollen Begegnung fördern, Konzentration ermöglichen und eine positive Atmosphäre schaffen.
Auch wir bei Feldus Asset Management standen vor dieser Frage: Was tun mit einem wenig genutzten Besprechungsraum, der weder funktional noch atmosphärisch zu unserem Arbeitsalltag passte? Die Antwort: eine umfassende Umgestaltung – gemeinsam mit unserem langjährigen Partner Bender GmbH, Spezialist für Innenarchitektur und Einrichtungskonzepte.
Ein Raum mit wenig Aufenthaltsqualität
Der Ausgangspunkt war wenig inspirierend: ein schlichter Tisch, unbequeme Stühle, Dockingstation und Bildschirm – dazu eine schlechte Akustik, die jedes Gespräch unangenehm hallen ließ. Kein Wunder, dass unser Besprechungsraum kaum genutzt wurde.
Hinzu kam die Gestaltung aus den 80er-Jahren: Fensterrahmen in Flieder und Türkis lackierte Metallprofile einer kleinteiligen Glastrennwand. Visuell unruhig und gestalterisch weit von unserem heutigen Anspruch entfernt. Die Folge: ein Raum ohne klare Funktion und ohne Aufenthaltsqualität.
Neues Denken, bewährter Partner
Für die Neugestaltung war schnell klar: Wir brauchen eine Lösung, die mehr ist als ein neues Möblierungskonzept. Gemeinsam mit Bender GmbH, mit denen uns eine langjährige Zusammenarbeit verbindet, entwickelten wir eine neue Nutzungsidee: eine moderne Meeting Lounge, die sich vielseitig einsetzen lässt: Für den informellen Austausch, als Rückzugsraum zum Telefonieren oder konzentrierten Arbeiten, aber auch für kleinere Meetings oder Workshops.
Ziel war eine professionelle, zugleich wohnliche Atmosphäre. Der Raum sollte zur Kommunikation einladen, aber auch Ruhe bieten. Die gestalterischen Schwachstellen sollten elegant integriert oder bewusst zurückgenommen werden.
In gemeinsamen Workshops entstanden Moodboards und Materialkonzepte, auf deren Basis Möblierung, Farben, Akustikelemente und Zonierung sorgfältig ausgewählt wurden.
Design trifft Funktionalität
Das Ergebnis ist ein Raum, der inspiriert: Hochwertige Lounge-Chairs und Sessel, kombiniert mit tragbaren, höhenverstellbaren Beistelltischen, bieten flexible Nutzungsmöglichkeiten vom Einzelgespräch bis zur konzentrierten Laptop-Arbeit. Ein integrierter Coffee-Point lädt zum kurzen Zwischenstopp ein.
Ein hochfloriger Teppich verbessert nicht nur die Akustik, sondern strukturiert auch den Raum. Die Herausforderung der türkisfarbenen Glaselemente wurde durch einen halbtransparenten Akustikvorhang gelöst: Er verdeckt, was nicht ins Konzept passt, ohne Licht und Offenheit zu verlieren.
Auch das Farbkonzept trägt zur gelungenen Transformation bei: Orange-, Beerentöne und Taupe schaffen eine warme Grundstimmung. Selbst die alten fliederfarbenen Fensterrahmen fügen sich nun harmonisch ins Gesamtbild ein. Eine Stehleuchte setzt mit ihrem textilen Lampenschirm einen wohnlichen Akzent.
Und die Akustik? Heute ist sie kein Störfaktor mehr, sondern einer der zentralen Pluspunkte des Raumes. Unterstützt wird sie auch durch ergänzende Akustikelemente im angrenzenden Großraumbüro.
Die Umsetzung dauerte nur wenige Wochen und kam vollständig ohne bauliche Eingriffe aus.
Ein Raum mit Wirkung
Heute ist die Lounge ein fester Bestandteil unseres Arbeitsalltags. Sie wird täglich genutzt – für spontane Gespräche, vertrauliche Telefonate, kurze Auszeiten oder auch konzentrierte Einzelarbeit. Auch ganztägige Workshops haben hier bereits stattgefunden – mit durchweg positiver Resonanz.
Das Feedback? Überwältigend! Funktion und Atmosphäre wurden in diesem Projekt optimal miteinander verbunden. Die neue Raumqualität ist nicht nur sichtbar, sondern spürbar: Die Arbeitsatmosphäre ist entspannter, Gespräche sind angenehmer, die Nutzung vielseitiger.
Unsere Erfahrung & Empfehlung:
Räume brauchen Haltung
Die Umgestaltung unserer Meeting Lounge war für uns mehr als nur ein optisches Upgrade – sie war ein Statement dafür, wie wir arbeiten und miteinander umgehen wollen. Was wir aus dem Projekt mitnehmen?
Vor allem eines: Räume wirken – im Positiven wie im Negativen. Und sie lassen sich gezielt gestalten, wenn man bereit ist, Funktion und Atmosphäre gleichermaßen ernst zu nehmen.
Unser wichtigster Tipp für andere Unternehmen: Stimmt euch intern frühzeitig zur Zielsetzung ab. Was soll der Raum leisten? Für wen ist er gedacht? Welches Gefühl soll er vermitteln? Wenn diese Fragen klar beantwortet sind, wird der Gestaltungsprozess fokussierter und das Ergebnis passgenauer.
Ebenso wichtig: Holt euch einen erfahrenen Partner ins Boot. Ein guter Inneneinrichter denkt nicht nur in Farben und Möbeln, sondern in Nutzungsszenarien, Materialien, Licht und Akustik. Offenheit gegenüber professionellen Vorschlägen zahlt sich am Ende aus.
Unser Fazit:
Ein gut gestalteter Raum verändert mehr als nur das Setting – er verändert das Arbeiten selbst.

